Buchdruck in Theorie und Praxis 

Früher mussten Mönche von Hand jedes Buch mit einer Rohrfeder oder einem Gänsekiel schreiben.„Illuminatoren“  malten anschließend Initialen und Bilder. So brauchten sie für eine einzige Bibel mehrere Jahre!

Um 1450 erfindet Johannes Gutenberg in Mainz den Buchdruck. Dabei handelt es sich um den Druck mit beweglichen Metallbuchstaben. Er verbessert das Gießen und Zusammensetzen einzelner Lettern, das Einfärben und Drucken auf Pressen.

Vermutlich hat Gutenberg etwa 180 sogenannte „43-zeilige Bibeln“ gedruckt. Für den Druck dieser Bibeln benötigte er viel weniger Zeit als die Mönche.

Die einzelnen Buchstaben wurden von Hand in einen „Winkelhaken“ gesetzt. Eine nach wie vor zeitraubende Angelegenheit – jedoch um vieles schneller. Einzelne Zeilen wurden zu ganzen Seiten zusammengestellt. Die vorgesehene Anzahl Bögen wurde gedruckt und danach die nicht mehr benötigten Buchstaben in die Kästen zurückgelegt.






Praktisch: von der Handschrift zum Buchdruck

Nach einer Einführung in das Handwerk des Druckens mit der Druckerpresse kann es unter Anleitung so weiter gehen:
Mit Metall-Lettern kann z.B. der eigene Name in einem Winkelhaken gesetzt und für eine Druckform vorbereitet werden. Dann kann der Text auf den „Gutenberg-Pressen“ auf Papier gedruckt werden.